Innovative Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Hörselberg-Hainich

Gemeinde Hörselberg-Hainich und Firma Phoenix Mecano:
80 Prozent Stromeinsparung mit innovativen Straßenleuchten

Behringen. Um Kosten im Verwaltungshaushalt einzusparen, rüstet die Gemeinde Hörselberg-Hainich ihre Straßenbeleuchtung um: Derzeit werden in mehreren Ortsteilen insgesamt 130 alte Straßenleuchten der Typen „HQL80“ und „NAV 70W“gegen sehr viel energieeffizientere LED-Leuchten „Made in Germany“ des in Wutha-Farnroda ansässigen High-Tech Unternehmens Phoenix Mecano Digital Elektronik GmbH ausgetauscht. Dazu traf sich am 20. Juli Bürgermeister Bernhard Bischof (CDU) mit Angela Krah, Projektleiterin bei Phoenix Mecano, sowie Elektromeister Bernd Miege und dessen Kollegen Falk Töpfer von der Behringer Elektro-Firma Miege zum Fototermin am Gewerbegebiet „Im Straßfeld“. Miege hatte nach öffentlicher Ausschreibung den Zuschlag für die Ausführung der Umrüstung erhalten.

Auf dem Plan steht in den nächsten Wochen der Austausch von 17 Stück in Sondra, Emsetalstraße, in Sättelstädt 13 Stück in der Sondraer Straße und fünf Stück im Neubaugebiet, in Melborn in der Riedsgasse sieben Stück, in Wenigenlupnitz drei Stück in der Fischgasse und zwei Stück vor der Schule in der Heugasse, in Großenlupnitz 15 Stück in der Langensalzaer Straße, zwei Stück in der Seitengasse und vier Stück am Wiesenhof, in Behringen 35 Stück im Gewerbegebiet „Im Straßfeld“, in Craula 18 Stück in der Behringer Straße und in Tüngeda neun Stück in der Tüngedaer Straße. Man sei damit aber noch lange nicht am Ende, so Bischof, der auf insgesamt 1600 Leuchtpunkte in allen 17 Ortsteilen verweist.

Seit 2010 befasst sich die Gemeinde intensiv mit dem Kostenfaktor Straßenbeleuchtung und begann damals geeignete Maßnahmen ins Auge zu fassen. Betrug der Stromverbrauch 2010 noch 172.000 kWh, so lag er 2015 bei nur noch etwa 93.500 kWh, was 8.500 Euro weniger an Stromkosten gegenüber 2010 bedeutete. Das Ziel sei, die Leistung und damit die Kosten weiter zu senken. Denn die Straßenbeleuchtung sei einer der wenigen Posten, wo es überhaupt noch Einsparmöglichkeiten im Haushalt gebe, so der Bürgermeister.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit der neuen Straßenbeleuchtung, deren Energieeffizienz optimal ausgelegt ist, werden nach Information von Phoenix Mecano 80 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln eingespart und es wird mit einer Kohlendioxid-Reduzierung von 21,5 Tonnen pro Jahr gerechnet. Die Umrüstung werde sich nach drei Jahren amortisiert haben. Phoenix Mecano hat der Gemeinde insgesamt 140 LED-Leuchten „als komplette Alternative zu den bekannten Systemen mit herkömmlichen Leuchtmitteln“ verkauft; beide Partner wollen weiterhin eng kooperieren.

Die Lebensdauer pro LED-Leuchte liege bei weit über 20.000 Betriebsstunden, so Angela Krah, die darauf verweist, dass es sich um ein langlebiges Unikat handelt, das bei Phoenix Mecano entwickelt wurde. Dazu gehören energieeffiziente Betriebsgeräte mit integrierter Halbnachtschaltung – zum „Dimmen auf 50 Prozent Leistung“ sowie der Einsatz von hochwertigen Materialien und hocheffizienter LED-

 

Von Klaus Fink